Kurz gesagt: Der Blaufränkisch vom Lehm ist ein reinsortiger Blaufränkisch des Bio-Weinguts Gesellmann aus Deutschkreutz im Mittelburgenland. Laut Fachpresse zeigt er rote und dunkle Beeren, frische Struktur und feine Tannine. Ein trockener, unkomplizierter Essensbegleiter für alle, die österreichischen Rotwein kennenlernen wollen.

Steckbrief
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Rebsorte | Blaufränkisch |
| Herkunft | Mittelburgenland, Österreich |
| Erzeuger | Weingut Gesellmann, Deutschkreutz |
| Anbau | biologisch (Kontrollstelle AT-BIO-402) |
| Geschmacksrichtung | trocken |
| Alkoholgehalt | ca. 13,5 % vol. (je nach Jahrgang) |
| Trinktemperatur | 16–18 °C |
| Hinweis | enthält Sulfite |
Was ist der Blaufränkisch vom Lehm?
Der Name sagt schon viel: Dieser Rotwein ist ein reinsortiger Blaufränkisch, und die Trauben wachsen auf Lehmboden. Laut Händler-Datenblatt handelt es sich um schweren Lehm im Mittelburgenland, also in jener Ecke Österreichs, die sich ganz dem Rotwein verschrieben hat. Erzeuger ist das Weingut Gesellmann aus Deutschkreutz, das seine Weine biologisch erzeugt – der Wein trägt das Bio-Siegel mit der Kontrollstellennummer AT-BIO-402.
Die Flaggschiffe des Hauses heißen Opus Eximium, G oder hochberc. Der „vom Lehm“ trägt dagegen keinen Lagen- oder Prestigenamen, sondern verweist schlicht auf den Boden, auf dem die Reben stehen. Für dich heißt das: Hier lernst du den Blaufränkisch-Stil des Weinguts in einer unkomplizierten Form kennen. Angeboten wird er als Einzelflasche zu 0,75 l; den Jahrgang nennt der Produkttitel nicht, er kann also wechseln.
Herkunft: Weingut Gesellmann in Deutschkreutz
Das Weingut liegt in Deutschkreutz im Mittelburgenland. Laut dem Weinführer von Falstaff ist Rotwein in dieser Region mit gut 2.100 Hektar Rebfläche die tonangebende Kategorie. Geführt wird das Haus von Albert und Silvia Gesellmann; Albert Gesellmann ist zugleich Kellermeister.
Die Familie bewirtschaftet knapp 50 Hektar Weingärten. Die Umstellung auf biologischen Weinbau war laut Weingut kein Schnellschuss, sondern das Ergebnis von Überzeugung und Ausprobieren – mit dem Jahrgang 2015 kamen die ersten zertifizierten Bio-Weine auf den Markt. Zusätzlich ist der Betrieb nach „Nachhaltig Austria“ (Sustainable Austria) zertifiziert. Einige Rebstöcke sind rund 90 Jahre alt, gelesen wird von Hand, und die Trauben werden vor der Verarbeitung sorgfältig sortiert.
Im Mittelpunkt stehen heimische rote Sorten: Blaufränkisch, Zweigelt und St. Laurent. Wenn du mehr über das Land als Weinherkunft wissen willst, schau in unsere Übersicht zu Wein aus Österreich.
Blaufränkisch: So schmeckt der Stil
Blaufränkisch ist die Leitsorte des Burgenlands. Typisch sind dunkle Beerenfrucht, eine spürbar frische Säure und ein würziger Zug – ein Rotwein, der eher saftig und lebendig als schwer daherkommt. Genau in dieses Bild passt die Beschreibung der Fachpresse: Falstaff notiert für den Jahrgang 2024 eine dunkle rubin-granatrote Farbe, Noten von roten Kirschen, etwas Brombeerkonfit, zarte Kräuterwürze und einen Hauch dunkles Nougat. Am Gaumen sei der Wein saftig, mit roter Beerenfrucht, frischer Struktur und feinen Tanninen, bereits gut antrinkbar.
Technische Eckdaten laut Falstaff (Jahrgang 2024) und Händlerangaben (Jahrgang 2022):
- Alkohol: 13,5 % vol.
- Restzucker: rund 1 g/l – also klar trocken
- Säure: 6,2 g/l (Jahrgang 2022)
- Verschluss: Schraubverschluss (Jahrgang 2024)
Da sich solche Werte von Jahrgang zu Jahrgang verschieben, gilt: Was auf dem Etikett deiner Flasche steht, ist maßgeblich.
Wozu passt er?
Falstaff beschreibt den Wein als fruchtigen, kräftigen Speisenbegleiter, und das deckt sich mit den Empfehlungen aus dem Fachhandel. Laut Datenblatt passt er zu:
- geschmortem Rindfleisch
- Wildgulasch
- kräftigem Hartkäse
Die frische Säure des Blaufränkisch hilft bei Schmorgerichten mit Sauce und bei würzigen Gerichten. Auch eine klassische Brettljause oder Gerichte mit Pilzen sind im Stil der Rebsorte eine naheliegende Wahl. Mehr Ideen findest du in unserem Ratgeber Wein und Essen.
Die empfohlene Trinktemperatur liegt bei 16 bis 18 °C. Im Sommer lohnt es sich, die Flasche vorher eine halbe Stunde in einen kühlen Raum zu stellen, statt sie zimmerwarm zu servieren. Ein mittelgroßes Rotweinglas mit etwas Bauch ist hier passender als ein riesiger Burgunder-Kelch.
Für wen lohnt er sich – und für wen eher nicht?
Der Blaufränkisch vom Lehm ist eine gute Wahl, wenn du trockene Rotweine mit Frische magst und Wert auf biologischen Anbau legst. Er eignet sich als Einstieg in die Welt des österreichischen Blaufränkisch und als unkomplizierter Begleiter zum Abendessen.
Wer dagegen samtig-weiche, leicht süßliche Rotweine sucht, wird mit der lebendigen Säure der Rebsorte vermutlich weniger glücklich. Auch wenn du einen Wein für viele Jahre Kellerlagerung suchst, bist du bei den Lagen- und Prestigeweinen des Weinguts besser aufgehoben – dieser hier ist laut Falstaff schon jetzt trinkreif.
Alternativen
Du willst Blaufränkisch von einem anderen Erzeuger probieren? Dann wirf einen Blick auf den Drei Junge Wilde Blaufränkisch. Wer generell trockene Rotweine vergleicht, findet in unserer Kategorie trockener Rotwein weitere Empfehlungen aus anderen Ländern und Rebsorten.
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Häufige Fragen
Ist der Gesellmann Blaufränkisch vom Lehm trocken?
Ja. Laut Falstaff liegt der Restzucker beim Jahrgang 2024 bei rund 1 g/l, der Wein ist also klar trocken ausgebaut.
Ist der Wein Bio-zertifiziert?
Ja. Das Weingut Gesellmann arbeitet biologisch, der Wein trägt das EU-Bio-Siegel mit der Kontrollstellennummer AT-BIO-402.
Bei welcher Temperatur sollte ich ihn servieren?
Empfohlen werden 16 bis 18 °C – also etwas kühler als die übliche Zimmertemperatur.
Wo liegt das Weingut Gesellmann?
In Deutschkreutz im Mittelburgenland, einer Weinregion im Osten Österreichs, die vor allem für Rotwein aus Blaufränkisch bekannt ist.
Quellen
- Falstaff: Weingut Gesellmann 2024 Blaufränkisch vom Lehm
- Falstaff: Weingut Gesellmann (Weingutsporträt)
- vinoscout: Blaufränkisch vom Lehm QW Mittelburgenland
- Produktangaben bei Amazon
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